
Mondfinsternis 2025 Schweiz: Zeit, Datum & Sichtbarkeit
Wer am Abend des 7. September 2025 in der Schweiz zum Himmel blickt, wird einen ungewöhnlichen Gast begrüssen dürfen: Der Mond taucht in den Erdschatten ein und verwandelt sich für über eine Stunde in den sogenannten Blutmond. Ein Himmelsschauspiel, das in dieser Form erst wieder am 31. Dezember 2028 von der Schweiz aus zu sehen sein wird.
Datum: 7. September 2025 · Typ: Totale Mondfinsternis · Maximale Phase: 20:11 CEST · Sichtbar in: Schweiz (teilweise) · Umbral-Magnitude: 1.3638
Kurzüberblick
- Exakte Sichtbarkeit je nach Standort in der Schweiz (Horizont-abhängig)
- Lokale Wettervorhersage für den 7. September 2025 (wetterabhängig)
- Penumbral beginnt 19:42 CEST
- Maximum 20:11 CEST
- Penumbral endet ca. 00:09 CEST (8. Sep.)
Die folgende Tabelle zeigt den zeitlichen Ablauf der Mondfinsternis in der Schweiz:
| Zeitpunkt | Phase |
|---|---|
| 19:42 CEST | Penumbraler Schatten beginnt sichtbar zu werden |
| 20:11 CEST | Höhepunkt: Totalität erreicht |
| 20:53 CEST | Ende der Totalität |
| 22:55 CEST | Partielle Phase endet |
| 00:09 CEST (8. Sep.) | Penumbrale Phase vollständig vorbei |
Was passiert am 7. September 2025?
Am Abend des 7. Septembers 2025 tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Es handelt sich um eine totale Mondfinsternis mit einer Umbral-Magnitude von 1.3638 – die Magnitude beschreibt, wie tief der Mond in den Erdschatten eintaucht. Zum Vergleich: Bei einer Magnitude von 1 oder höher wird der Mond vollständig vom Erdkernschatten bedeckt.
Die Mondfinsternis gehört zur Saros-Serie 128, einer Serie von Finsternissen, die sich alle 18 Jahre, 11 Tage wiederholen. Während dieser Phase nimmt der Mond nicht einfach schlagartig ab – er verfärbt sich kupferrot. Dieser Effekt entsteht, weil die Erdatmosphäre rotes Licht in den Kernschatten bricht, ähnlich wie bei einem Sonnenuntergang am Horizont.
Die Mondfinsternis ist hauptsächlich von Afrika, Europa, Asien und Ozeanien aus sichtbar. In der Schweiz wird das Ereignis teilweise sichtbar: Der Mond geht gegen Abend auf, während die Finsternis bereits begonnen hat.
Der Name «Blutmond» beschreibt die rot-kupferne Färbung, die der Mond während der Totalität annimmt. Verantwortlich dafür ist die Erdatmosphäre: Sie bricht rotes Licht in den Kernschattenbereich und lässt den Mond in warnenden Rottönen erscheinen.
SRF bestätigt, dass die Mondfinsternis gefahrlos mit blossem Auge verfolgt werden kann – eine Schutzbrille ist im Gegensatz zur Sonnenfinsternis nicht notwendig.
Wann ist die Mondfinsternis am 7. September 2025?
Für Beobachtende in der Schweiz beginnt die Mondfinsternis offiziell um 19:42 Uhr MESZ, wenn der Mond gerade aufgeht und der erste, schwache Halbschatten (Penumbra) auf die Mondscheibe fällt. Die partielle Phase startet später, etwa um 20:28 Uhr MESZ. Der Höhepunkt – die vollständige Bedeckung – wird um 20:11 Uhr MESZ erreicht.
Die Totalitätsphase selbst dauert etwa 82 Minuten, von 19:31 Uhr bis 20:53 Uhr. Danach verlässt der Mond den Kernschatten wieder und durchläuft die Phasen in umgekehrter Reihenfolge. Die penumbrale Phase endet erst in den frühen Morgenstunden des 8. Septembers, gegen 00:09 Uhr MESZ.
Allerdings vergehen zwischen dem technischen Start der Finsternis und dem sichtbaren Ereignis über der Schweiz mehrere Stunden. Der Mond geht in den verschiedenen Schweizer Städten zu unterschiedlichen Zeiten auf:
- Zürich: Mondaufgang um 19:51 Uhr (Blick)
- Genf: Mondaufgang um 19:59 Uhr (Blick)
- Lugano: Mondaufgang um 19:48 Uhr (Blick)
- Scuol: Mondaufgang um 19:43 Uhr (Blick)
Diese Zeiten sind entscheidend: In Zürich ist der Mond bei seinem Aufgang bereits vollständig verfinstert und entsprechend dunkel. Je weiter östlich und höher gelegen ein Standort, desto früher wird der Mond sichtbar – und desto mehr von der Finsternis lässt sich mitverfolgen.
Blick berichtet, dass die Beobachtungszeit der Totalität auf dem Säntis etwa 76 Minuten beträgt – deutlich länger als in tiefer gelegenen Städten wie Zürich.
Welche Länder können die Mondfinsternis 2025 sehen?
Die Mondfinsternis vom 7. September 2025 ist ein globales Ereignis, das von weiten Teilen der Welt aus beobachtet werden kann. Die Finsternis ist hauptsächlich von Afrika, Europa, Asien und Ozeanien aus sichtbar – mit unterschiedlichem Sichtbarkeitsgrad je nach Standort.
In Europa variiert die Sichtbarkeit stark nach geografischer Lage:
- Westeuropa (z. B. Portugal, Spanien): nur die Anfangsphasen sichtbar, da die Finsternis vor dem Mondaufgang endet
- Mitteleuropa (Schweiz, Deutschland, Österreich): Finsternis beginnt kurz nach Mondaufgang, Totalität weitgehend sichtbar
- Osteuropa und darüber hinaus: günstigere Sichtbedingungen, Finsternis höher am Himmel
- Asien: Totalität findet in der Nacht statt, optimale Sichtbedingungen
In der Schweiz selbst hängt die Sichtbarkeit stark vom lokalen Horizont ab. Wer in einem Tal oder zwischen Gebäuden steht, könnte Schwierigkeiten haben, den Mond frühzeitig zu sehen. Besonders in den Städten kann die Sicht auf den östlichen Horizont eingeschränkt sein.
Wie lange dauert die Mondfinsternis im September 2025?
Die gesamte Finsternis – von der ersten Berührung mit der Penumbra bis zum endgültigen Austritt – erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa 5 Stunden und 27 Minuten. Die penumbrale Phase allein dauert dabei knapp 5 Stunden: von 17:28 Uhr bis 22:55 Uhr Weltzeit.
Die totale Phase dauert 82 Minuten – ein vergleichsweise langes Intervall, das genügend Zeit für die Beobachtung lässt. Für Astronomiefans ist das eine gute Nachricht: Selbst wenn das Wetter kurzfristig umschlägt, bleibt genügend Gelegenheit, das Ereignis zu verfolgen.
Die partiellen Phasen – also der Ein- und Austritt aus dem Kernschatten – dauern jeweils etwa eine Stunde. Dazwischen liegt die Totalität, in der der Mond kupferrot leuchtet.
Wie beobachtet man die Mondfinsternis 2025 in der Schweiz?
Die Beobachtung einer Mondfinsternis ist unkompliziert: Im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis ist keine Schutzbrille notwendig. Die Mondfinsternis kann gefahrlos mit blossem Auge verfolgt werden, wie die Sternwarte Luzern und SRF übereinstimmend bestätigen. Ein Fernglas oder Teleskop verstärkt die Eindrücke, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Die entscheidenden Voraussetzungen sind:
- Freie Sicht zum Osten, wo der Mond aufgeht
- Gutes Wetter – bei starker Bewölkung wird wenig von der Finsternis sichtbar
- Ein Standort mit niedrigem Horizont
Vom Säntis aus bietet sich eine besonders frühe und klare Sicht auf die Mondfinsternis, dank seiner exponierten Lage auf über 2500 Metern über Meer. Auf dem Säntis ist der Mond bereits sichtbar, während er in tiefer gelegenen Regionen noch unter dem Horizont liegt. Die Beobachtungszeit der Totalität beträgt dort etwa 76 Minuten.
Mehrere Schweizer Sternwarten öffnen ihre Pforten für die Beobachtung:
- Urania-Sternwarte Zürich: öffnet ab 19:45 Uhr (Nume.CH)
- Sternwarte Schaffhausen: öffnet ab 19:00 Uhr (Nume.CH)
- Sternwarte Rümlang: öffnet ab 19:30 Uhr (Nume.CH)
Wer lieber online dabei sein möchte, kann auf den Livestream von 20 Minuten zurückgreifen.
Gutes Wetter ist eine zentrale Voraussetzung. Bei starker Bewölkung wird wenig von der Finsternis sichtbar sein – eine konkrete Wettervorhersage für den 7. September 2025 ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verfügbar.
Tipps für die Beobachtung
- Suchen Sie einen Standort mit freiem Blick zum Osten
- Vermeiden Sie Strassenlaternen und Lichtverschmutzung
- Ein Stativ fürs Smartphone kann bei längeren Belichtungszeiten helfen
- Warum Kleidung nicht vergessen – im September kann es abends kühl werden
Wann ist die nächste Mondfinsternis?
Wer die Mondfinsternis im September 2025 verpasst, muss sich gedulden: Die nächste totale Mondfinsternis, die von der Schweiz aus sichtbar sein könnte, findet erst wieder am 31. Dezember 2028 statt. Experten von SRF und die Betreiber der Säntisbahn bestätigen diesen Termin übereinstimmend. Diese Finsternis wird in den frühen Morgenstunden des 1. Januars 2029 sichtbar sein – ein astronomisches Neujahrsgeschenk.
Zwei Wochen nach der Mondfinsternis, am 21. September 2025, folgt ausserdem eine partielle Sonnenfinsternis, die von der Schweiz aus beobachtet werden kann – dann allerdings mit obligatorischer Schutzbrille.
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vercalendario.info, saentisbahn.ch, srf.ch, lemanbleu.ch, youtube.com, 24heures.ch, zueriunterland24.ch, orionportal.ch
Die totale Mondfinsternis am 7. September 2025 erzeugt in der Schweiz den dramatischen Blutmond-Effekt, der den Mond rötlich leuchten lässt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine totale Mondfinsternis?
Eine totale Mondfinsternis tritt ein, wenn Sonne, Erde und Mond in einer annähernd geraden Linie stehen. Die Erde wirft ihren Schatten auf den Mond, und der Mond durchläuft den Kernschatten (die Umbra). Während der Totalität wird der Mond nicht stockdunkel, sondern leuchtet in kupferroten bis orangefarbenen Tönen – daher der Name «Blutmond».
Braucht man eine Schutzbrille für die Mondfinsternis?
Nein. Mondfinsternisse sind ungefährlich für die Augen, da der Mond – selbst in seiner vollständig verfinsterten Phase – nur reflektiertes Sonnenlicht ausstrahlt. Im Gegensatz zur Sonnenfinsternis besteht keine Gefahr für die Netzhaut. Man kann die Finsternis also bedenkenlos mit blossem Auge beobachten.
Warum wird sie Blutmond genannt?
Der Begriff «Blutmond» bezieht sich auf die rot-kupferne Färbung des Mondes während der Totalität. Diese Farbe entsteht, weil die Erdatmosphäre blaues Licht herausfiltert und nur rotes Licht in den Kernschattenbereich lenkt – ein Effekt, der auch bei Sonnenauf- und -untergängen auftritt.
Kann man die Mondfinsternis 2025 mit blossen Augen sehen?
Ja. Die Sternwarte Luzern betont, dass das Ereignis problemlos mit blossem Auge verfolgt werden kann. Ein Fernglas kann die Beobachtung allerdings verbessern, da das rote Leuchten des Mondes dann besser sichtbar wird.
Welche Apps helfen bei der Mondfinsternis?
Apps wie TimeandDate oder Star Walk bieten Echtzeit-Informationen zur Finsternis und helfen bei der Orientierung am Nachthimmel. Sie zeigen, welche Phase gerade sichtbar ist, und liefern Benachrichtigungen zum Start der wichtigsten Ereignisse.
Ist die Mondfinsternis 2025 wetterabhängig?
Absolut. Gutes Wetter ist eine zentrale Voraussetzung für die Beobachtung. Bei starker Bewölkung wird von der Mondfinsternis nicht viel sichtbar sein. Eine konkrete Wettervorhersage für den 7. September 2025 ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verfügbar.
Unterschied zu Sonnenfinsternis?
Eine Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht und den Mondschatten wirft. Bei einer Sonnenfinsternis steht der Mond zwischen Sonne und Erde und blockiert das Sonnenlicht. Mondfinsternisse sind sicher mit blossen Augen beobachtbar, Sonnenfinsternisse erfordern Schutzbrillen.
Für alle, die den Blutmond am 7. September 2025 nicht verpassen möchten: Markieren Sie den Abend, suchen Sie einen Standort mit freiem Horizont nach Osten, und drücken Sie die Daumen für klares Wetter. Dann steht einem unvergesslichen Himmelsschauspiel nichts im Weg.