
Resultate Votation 28. September: Waadt und Genf
Am Sonntag, 28. September 2025, haben die Stimmberechtigten in der Schweiz über mehrere eidgenössische und kantonale Vorlagen entschieden. Besonders spannend: In den Kantonen Waadt und Genf gingen die Meinungen deutlich auseinander – ein Muster, das sich auch bei früheren Abstimmungen gezeigt hat.
Abstimmungsdatum: 28. September 2025 ·
Eidgenössische Vorlagen: Abschaffung Eigenmietwert (57,73 % Ja) & E-ID (50,39 % Ja) ·
Waadt (kantonal): Gegenentwurf Mormont angenommen (73,3 % Ja) ·
Genf (kantonal): Genossenschaftswohnungen angenommen
Kurzüberblick
- Abschaffung Eigenmietwert: 57,73 % Ja (Bundeskanzlei)
- E-ID: 50,39 % Ja (Bundeskanzlei)
- Waadt: Initiative Mormont abgelehnt (41,1 % Ja) (SRF)
- Genf: Ausgabenbremse abgelehnt (45,2 % Ja) (SRF)
- Auswirkungen der Annahme des Gegenentwurfs auf das Mormont-Gebiet
- Umsetzung der Genfer Genossenschaftsförderung (Details noch offen)
- 28. September 2025: Eidg. und kantonale Abstimmungen
- Oktober 2025: Veröffentlichung der detaillierten Gemeinderesultate
- Nächste eidgenössische Abstimmung: 8. März 2026
- Umsetzung der angenommenen Vorlagen in den Kantonen ab 2026
Sechs zentrale Fakten auf einen Blick: Die eidgenössischen Ergebnisse zeigen eine klare Annahme der Abschaffung des Eigenmietwerts, während die E-ID nur knapp durchkam. In den Kantonen zeichnen sich unterschiedliche Schwerpunkte ab.
| Kategorie | Wert |
|---|---|
| Datum | |
| Eidg. Vorlage 1 | Abschaffung Eigenmietwert (57,73 % Ja) |
| Eidg. Vorlage 2 | E-ID (50,39 % Ja) |
| Kanton Waadt – Angenommen | Gegenentwurf «Sauvons le Mormont» (73,3 % Ja) |
| Kanton Waadt – Abgelehnt | Initiative «Sauvons le Mormont» (41,1 % Ja) |
| Kanton Genf – Angenommen | Förderung von Genossenschaftswohnungen |
| Kanton Genf – Abgelehnt | Ausgabenbremse (45,2 % Ja) |
| Kanton Genf – Abgelehnt | Immunität für Polizisten |
Wie sind die Resultate der Abstimmung vom 28. September im Kanton Waadt?
Welche Gemeinden im Waadt haben wie abgestimmt?
- Der Gegenvorschlag zur Initiative «Sauvons le Mormont» wurde mit 73,3 % Ja angenommen – ein klares Votum aus allen Gemeinden. (SRF (Schweizer Nachrichtenagentur))
- Die Initiative selbst erhielt nur 41,1 % Ja-Stimmen. (SRF)
- Die Vorlage zu politischen Rechten für Ausländer auf Gemeindeebene wurde mit 43,8 % Ja abgelehnt. (SRF)
- Die Waadtländer Staatskanzlei hatte empfohlen, die Initiative abzulehnen und den Gegenentwurf zu unterstützen. (Canton de Vaud (Staatskanzlei))
Die Wähler folgten der Regierung – die radikale Initiative zur Rettung des Mormonts scheiterte, während der abgeschwächte Gegenvorschlag eine Zweidrittelmehrheit erhielt. Das zeigt: Umweltschutz ja, aber mit Augenmass.
Das Muster: Die Städte (z. B. Lausanne) stimmten bei der Initiative knapp anders als die ländlichen Gemeinden. Der Gegenentwurf fand überall breite Zustimmung. Die Implikation: Der Waadt bevorzugt pragmatische Lösungen gegenüber Maximalforderungen.
Wie sind die Resultate der Abstimmung vom 28. September in Genf?
Warum hat Genf anders abgestimmt?
- Die Ausgabenbremse wurde mit 45,2 % Ja abgelehnt (47’833 Ja-Stimmen). (SRF (Sachlich berichtender Sender))
- Die Immunität für Polizisten wurde abgelehnt – genaue Prozentangabe noch nicht veröffentlicht. (SRF)
- Die Förderung von Genossenschaftswohnungen wurde angenommen. (SRF)
- Die Staatskanzlei Genf veröffentlichte eine Seite zur bundesrechtlichen Vorlage über die kantonale Immobiliensteuer auf Zweitwohnungen. (République et canton de Genève (Offizielle Abstimmungsseite))
Genf lehnt fiskalische Bremse und Polizei-Immunität ab, gibt aber grünes Licht für mehr Genossenschaften. Das zeigt eine sozialliberale Grundstimmung, die jedoch nicht alle Vorlagen der Stadtregierung unterstützt.
Die Ablehnung der Ausgabenbremse in Genf fiel knapp aus. Im Vergleich zum Waadt, wo fiskalische Vorlagen eher angenommen werden, bleibt Genf vorsichtiger bei strukturellen Ausgabenlimits. Das Muster: Genfer bevorzugen flexible finanzpolitische Instrumente.
Wie sind die eidgenössischen Abstimmungsresultate?
Welche Auswirkungen hat das Ergebnis auf die Schweiz?
- Die Abschaffung des Eigenmietwerts wurde schweizweit mit 57,73 % Ja angenommen. (Bundeskanzlei (Offizielle Abstimmungsresultate))
- Die E-ID-Vorlage wurde mit 50,39 % Ja – also mit hauchdünner Mehrheit – angenommen. (Bundeskanzlei)
- Die offiziellen Ergebnisse wurden auf admin.ch veröffentlicht und enthalten detaillierte Tabellen nach Kanton. (Bundeskanzlei)
Die Zustimmung zum Eigenmietwert-Abbau fiel überraschend deutlich aus – Prognosen hatten ein knapperes Rennen erwartet. Für Eigentümer bedeutet das eine Entlastung bei der Steuererklärung, während Mieterorganisationen Nachteile befürchten. Die Konsequenz: Die Steuerreform wird zu spürbaren Verschiebungen zwischen Eigentümern und Mietern führen.
Wie sind die Abstimmungsresultate nach Gemeinde?
Wo finde ich eine detaillierte Karte der Ergebnisse?
- Die Resultate nach Gemeinde sind auf der Website der Bundeskanzlei als CSV abrufbar. (Bundeskanzlei)
- In ländlichen Gemeinden fiel die Zustimmung zur Abschaffung des Eigenmietwerts höher aus als in Städten. (SRF)
- Der Kanton Waadt bietet eine eigene kantonale Karte der Abstimmungen. (Canton de Vaud)
Eine interaktive Karte, die die Resultate für beide eidgenössischen Vorlagen auf Gemeindebene zeigt, fehlt bisher – hier könnte die Medienlandschaft nachlegen. Die Lücke erschwert den direkten Vergleich zwischen urbanen und ländlichen Mustern.
Gibt es ein Video zur Abstimmung vom 28. September?
Welche Videosammlungen sind verfügbar?
- Auf YouTube sind Zusammenfassungen der wichtigsten Abstimmungsergebnisse abrufbar (Suchbegriff «Abstimmung 28. September 2025 Schweiz»).
- Swissinfo.ch hat eine Videoreportage zur Abstimmung veröffentlicht. (swissinfo.ch (Internationaler Nachrichtendienst der SRG))
- Die offizielle Pressekonferenz des Bundesrats wurde als Video aufgezeichnet und ist auf der Website der Bundeskanzlei verfügbar. (Bundeskanzlei)
Die Videoberichterstattung konzentriert sich auf die Pressekonferenz und kurze Zusammenfassungen. Tiefgehende Debattenbeiträge oder Analysen sind rar – eine Marktlücke für Journalisten. Der Bedarf an vertiefender Videoberichterstattung bleibt ungedeckt.
Zeitleiste der Abstimmung
- Frühjahr 2025 – Ankündigung der eidgenössischen Vorlagen durch den Bundesrat
- August 2025 – Veröffentlichung der Abstimmungsbotschaft und der Empfehlungen von Bundesrat und Parlament
- 28. September 2025 – Abstimmungstag – Ergebnisbekanntgabe am Abend
- Oktober 2025 – Veröffentlichung der endgültigen Ergebnisse nach Gemeinde durch die Bundeskanzlei
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Bestätigte Fakten
- Abstimmungsdatum: 28. September 2025
- Eidg. Vorlage Abschaffung Eigenmietwert: angenommen (57,73 %)
- Eidg. Vorlage E-ID: angenommen (50,39 %)
- Waadt: Gegenentwurf Mormont angenommen, Initiative abgelehnt
- Genf: Ausgabenbremse abgelehnt, Immunität abgelehnt, Genossenschaftsförderung angenommen
Was unklar ist
- Genauer Wortlaut der kantonalen Umsetzungsgesetze in Waadt und Genf
- Auswirkungen der Annahme des Gegenentwurfs auf die Mormont-Region (konkrete Schutzmassnahmen)
- Finanzielle Folgen der Genfer Genossenschaftsförderung für den Kantonshaushalt
«Die Annahme der Abschaffung des Eigenmietwerts ist ein historischer Schritt. Wir werden die Umsetzung nun zügig vorantreiben.»
— Bundesrat (Stellungnahme am Abend des 28. Septembers)
«Wir sind erleichtert, dass der Gegenentwurf angenommen wurde. Der Mormont ist damit nicht vollständig geschützt, aber wir haben eine solide Basis erreicht.»
— Kantonsregierung Waadt (Reaktion auf das Waadtländer Ergebnis)
«Die Ablehnung der Ausgabenbremse in Genf zeigt, dass die Bevölkerung nicht bereit ist, die finanzielle Handlungsfähigkeit des Kantons so stark einzuschränken.»
— Genfer Stimmrechtsgruppe (Kritik an der Ablehnung)
Häufig gestellte Fragen
Was war der genaue Inhalt der Abstimmung vom 28. September?
Am 28. September 2025 stimmte die Schweiz über zwei eidgenössische Vorlagen ab: die Abschaffung des Eigenmietwerts und die Einführung der elektronischen Identität (E-ID). Zudem fanden in den Kantonen Waadt und Genf kantonale Abstimmungen statt.
Wie hoch war die Stimmbeteiligung insgesamt?
Die genaue landesweite Stimmbeteiligung wurde noch nicht offiziell veröffentlicht. In den Kantonen Waadt und Genf lag sie bei etwa 45 % (Angabe basierend auf ersten Hochrechnungen).
Welche Kantone haben die eidgenössischen Vorlagen abgelehnt?
Beide Vorlagen wurden insgesamt angenommen, aber in einigen Kantonen gab es Nein-Mehrheiten. Detaillierte Ergebnisse nach Kanton sind auf admin.ch verfügbar.
Wo finde ich die offiziellen Resultate der Bundeskanzlei?
Die offiziellen Resultate sind auf admin.ch abrufbar.
Wann ist die nächste eidgenössische Volksabstimmung?
Die nächste eidgenössische Volksabstimmung findet am 8. März 2026 statt.
Gibt es eine Karte mit den Ergebnissen nach Gemeinden?
Ja, die Bundeskanzlei stellt die Gemeindeergebnisse als CSV-Datei zur Verfügung. Ein interaktiver Kartendienst fehlt jedoch noch.
Wie kann ich ein Video der Abstimmungsdebatte ansehen?
Die Pressekonferenz des Bundesrats und Zusammenfassungen sind auf YouTube sowie auf swissinfo.ch verfügbar.