
Greve 18 septembre 2025: Wer streikt? Alle Fakten
Es gibt Tage, an denen Frankreich stillsteht – und der 18. September 2025 war so einer. Millionen Menschen folgten dem Aufruf von acht großen Gewerkschaften und machten ihrer Wut über Sparmaßnahmen und soziale Einschnitte Luft. Was hinter dieser massiven Mobilisierung steckt, wer genau streikte und welche konkreten Forderungen im Raum stehen, lesen Sie hier – kompakt und faktenbasiert.
Geschätzte Teilnehmerzahl: 500.000 bis 1.000.000 ·
Festnahmen: 309 ·
Aufrufende Gewerkschaften: 8 (UNSA, CFDT, CGT, FO, CGC, CFTC, Solidaires, FSU) ·
Hauptforderungen: Gegen Austerität, Streichung von Feiertagen, Gehaltsstopp, Erhöhung der Selbstbeteiligung ·
Datum: 18. September 2025
Kurzüberblick
- Gewerkschaften planen weitere Aktionen bei ausbleibenden Zugeständnissen
- Regierung unter Druck wegen Sparpolitik
- Debatte um soziale Gerechtigkeit neu entfacht
Sechs zentrale Fakten auf einen Blick – sie zeigen die enorme Dimension der Mobilisierung.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Datum | 18. September 2025 |
| Hauptorganisatoren | 8 Gewerkschaften (UNSA, CFDT, CGT, FO, CGC, CFTC, Solidaires, FSU) |
| Geschätzte Teilnehmer | 500.000 – 1.000.000 |
| Festnahmen | 309 |
| Hauptforderung | Stopp der Austeritätspolitik |
| Regionale Brennpunkte | Paris, Mayenne, Manche, Muret |
Wer streikt am 18. September 2025?
Welche Gewerkschaften rufen zum Streik auf?
- Die Intersyndicale – bestehend aus UNSA, CFDT, CGT, FO, CFE-CGC, CFTC, Solidaires und FSU – rief zu einem nationalen Streik- und Demonstrationstag auf (UNSA, die übergreifende Gewerkschaftsallianz).
- Euronews bestätigte am 17. September, dass alle acht großen Gewerkschaften zur Mobilisierung aufriefen (Euronews, französischer Nachrichtensender).
- Die Gewerkschaft UFAP bezeichnete den 18. September als nationalen Tag von Streik, Mobilisierung und Demonstrationen (UFAP, Polizeigewerkschaft).
Sind auch Beamte betroffen?
- Die Lehrergewerkschaft SNES rief ihre Mitglieder zur Beteiligung auf (SNES, Lehrergewerkschaft Frankreichs).
- Die CGT stellte Material für die Mobilisierung im öffentlichen Dienst zur Verfügung.
- Die UFAP (Polizei) beteiligte sich mit eigenen Forderungen gegen Überbelegung und Gehaltsblockade (UFAP).
Eine derart breite Allianz – von der Polizeigewerkschaft bis zur Lehrerschaft – ist in Frankreich selten. Sie signalisiert, dass der Unmut nicht auf einen Sektor beschränkt ist, sondern systemische Züge trägt.
Die Implikation: Nie zuvor in diesem Jahr standen so viele verschiedene Berufsgruppen geschlossen hinter einer gemeinsamen Forderung. Die Regierung sieht sich einer geeinten Front gegenüber.
Warum gibt es am 18. September einen Streik?
Was sind die konkreten Forderungen?
- Der Streik richtet sich gegen die Austeritätspolitik der Regierung (FAFPT, Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes).
- Konkrete Forderungen laut FAFPT: Streichung von zwei Feiertagen, Gehaltsstopp, Verdopplung der Selbstbeteiligung, Infragestellung der 5. Urlaubswoche.
- Die UFAP fordert mehr Personal und Gehaltserhöhungen (UFAP).
Gegen welche Maßnahmen richtet sich der Streik?
- Allgemeiner Protest gegen Sparmaßnahmen und soziale Einschnitte der Regierung (Euronews).
- Die Gewerkschaften kritisieren die geplante Streichung von Feiertagen und den Gehaltsstopp als Angriff auf Arbeitnehmerrechte (FAFPT).
Während die Regierung mit Sparmaßnahmen die Staatsverschuldung senken will, argumentieren die Gewerkschaften, dass genau diese Politik die Kaufkraft der Beschäftigten untergräbt und die soziale Stabilität gefährdet.
Die Logik dahinter: Die Regierung spart bei den Bürgern, aber die Bürger spüren nur die Kürzungen – nicht die Entlastung. Ein klassischer Verteilungskonflikt, der nun auf der Straße ausgetragen wird.
Was passiert am 18. September?
Wie viele Menschen haben demonstriert?
- Die Polizei zählte landesweit etwa 500.000 Teilnehmer, die CGT hingegen sprach von über einer Million (TF1 INFO, französischer Nachrichtensender).
- In Paris allein zählten die Behörden 55.000 Demonstrierende (Le Monde, führende französische Tageszeitung).
- Le Monde berichtete, dass die CGT die landesweite Mobilisierung auf über eine Million Menschen bezifferte (Le Monde).
Gab es Festnahmen?
- Eine Quelle meldete 309 Festnahmen im Zusammenhang mit den Protesten.
- DemarchesAdministratives.fr berichtete über 140 Festnahmen und 75 Gewahrsamnahmen (DemarchesAdministratives.fr, französisches Verwaltungsportal).
- TF1 INFO beschrieb die Proteste als landesweite Bewegung mit Spannungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei (TF1 INFO).
Die Diskrepanz zwischen den Teilnehmerzahlen der Polizei (500.000) und der CGT (1 Million) ist kein Zufall – sie spiegelt das grundlegende Misstrauen zwischen Staat und Gewerkschaften wider. Beide Seiten haben ein Interesse an der Deutungshoheit.
Der Tag war geprägt von einer Mischung aus friedlichen Protesten und vereinzelten Zusammenstößen. Die 309 Festnahmen zeigen, dass die Stimmung aufgeheizt war – selbst wenn die große Mehrheit der Demonstrationen geordnet verlief.
Welche Demonstration findet am 18. September statt?
Wo ist der Treffpunkt in Paris?
- In Paris gab es einen offiziellen Demonstrationszug, der von den Gewerkschaften veröffentlicht wurde (Le Monde).
- Le Monde berichtete, dass in Paris während der Mobilisierung Geschäfte geschlossen oder betroffen waren (Le Monde Video).
- Die Proteste fanden laut Le Monde in ganz Frankreich statt (Le Monde Video).
Welche Strecken sind betroffen?
- Neben Paris fanden auch Aktionen in Mayenne, Manche und Muret statt.
- Eine Karte der Streikaktivitäten war unter dem Stichwort “Carte greve 18 septembre 2025” verfügbar.
- Euronews betonte, dass die Mobilisierung Auswirkungen auf mehrere Sektoren und den öffentlichen Verkehr hatte (Euronews).
Die geografische Streuung ist beachtlich: Von der Hauptstadt bis in die Provinz Städte wie Muret – der Protest war kein Pariser Phänomen, sondern eine nationale Bewegung.
Ist der 18. September ein Feiertag?
Welche Bedeutung hat der 18. September historisch?
- Der 18. September ist in Frankreich kein gesetzlicher Feiertag; der Streik fand an einem normalen Arbeitstag statt.
- Laut National Today gibt es an diesem Datum internationale Gedenktage, aber keine offiziellen Feiertage in Frankreich (National Today, Kalenderplattform).
Die Tatsache, dass der Streik an einem ganz normalen Donnerstag stattfand, unterstreicht die Entschlossenheit der Beteiligten: Sie nahmen Einkommensverluste in Kauf, um ein Zeichen zu setzen.
„Die Intersyndicale ruft alle Arbeitnehmer auf, sich diesem nationalen Streik- und Protesttag anzuschließen, um gegen die Austeritätspolitik der Regierung zu kämpfen.”
— UNSA, Gewerkschaftsallianz, September 2025
„Konkret fordern wir: keine Streichung von Feiertagen, kein Gehaltsstopp, keine Verdopplung der Selbstbeteiligung. Stoppt den Abbau unserer sozialen Errungenschaften!”
— FAFPT, Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes, 12. September 2025
„Jetzt alle in den Streik am 18. September! Es geht um die Zukunft der Bildung und um unsere Arbeitsbedingungen.”
— SNES, Lehrergewerkschaft, September 2025
Was diese Mobilisierung von anderen unterscheidet: Die Polizeigewerkschaft UFAP steht Seite an Seite mit Lehrern und Verwaltungsangestellten. Wenn selbst die Sicherheitskräfte gegen die eigene Regierung protestieren, ist die Botschaft an den Élysée-Palast unmissverständlich. Für die französische Regierung ist die Wahl klar: Entweder sie lenkt bei den Sparmaßnahmen ein – oder sie riskiert eine weitere Eskalation der sozialen Unruhen in den kommenden Monaten.
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Auch in Paris zeigte sich die Wucht des Protests, wie ein detaillierter Bericht über die Mobilisation in Paris eindrucksvoll dokumentiert.
Häufig gestellte Fragen
Ist der öffentliche Nahverkehr am 18. September betroffen?
Ja, Euronews berichtete, dass die Mobilisierung am 18. September Auswirkungen auf mehrere Sektoren und den öffentlichen Verkehr haben sollte (Euronews). In Paris und anderen Städten kam es zu erheblichen Behinderungen.
Wie kann ich mich an der Demonstration beteiligen?
Die Gewerkschaften der Intersyndicale (UNSA, CFDT, CGT, FO, CGC, CFTC, Solidaires, FSU) informieren auf ihren Websites über Treffpunkte und Routen (UNSA).
Welche Städte sind besonders vom Streik betroffen?
Neben Paris waren auch regionale Brennpunkte wie Mayenne, Manche und Muret betroffen.
Gibt es alternative Termine für die Proteste?
Bisher sind keine offiziellen Alternativtermine bekannt. Die Gewerkschaften planen bei ausbleibenden Zugeständnissen weitere Aktionen.
Wie lange dauert der Streik – nur einen Tag?
Der Streik am 18. September war als eintägige nationale Mobilisierung angelegt. Weitere Aktionstage sind jedoch nicht ausgeschlossen.
Welche Regierungspolitik wird mit dem Streik kritisiert?
Kritisiert wird die Austeritätspolitik der Regierung, darunter die geplante Streichung von zwei Feiertagen, der Gehaltsstopp und die Verdopplung der Selbstbeteiligung (FAFPT).